Unschlagbare Argumente für das Tagesgeld

Die überzeugenden und nicht zu übertreffenden Stärken des Tagesgeldes sind nicht aus der Hand zu weisen. Den vergleichbaren Sparprodukten – allen voran dem klassischen Sparbuch – haben die Tagesgelder daher entschieden die Nase vorn: Das Kapital ist besonders stark geschützt, das gesamte Guthaben ist jederzeit und ohne jegliche Kündigung verfügbar. Derzeit sind die Zinsen zwar nicht wirklich berauschend, doch immerhin um das Mehrfache höher als auf dem Sparbuch.

Als wichtigstes Kriterium für einen aussagekräftigen Vergleich der Angebote der verschiedenen Kreditinstitute ist heute in erster Linie die Höhe der jeweiligen Einlagesicherung. Zum anderen sind die Tagesgeldprodukte – in Anbetracht der Höhe der aktuellen Inflationsrate, die momentan mit zwei Prozent beziffert wird – nur dann wirklich gewinnbringend, wenn die Zinsen über der Inflationsrate liegen, kurz und bündig also Tagesgeldkonten mit Zinssätzen von mehr als 2,00 %. Nachfolgend die aktuellen top Produkte: Den ersten Platz beansprucht die niederländische MoneYou, die ihren Kunden mit satten 2,10 % erfreuen kann. Den zweiten Platz teilen sich die ING-DiBa und die Cortal Consors mit jeweils 2,00 %.

Allerdings kann es sich auch bei einem niedrigeren Zinssatz lohnen, ein Tagesgeldkonto zu eröffnen, und zwar, wenn Neukunden eine Aktion (zum Beispiel eine zeitlich befristete Sonderverzinsung) oder eine Bonuszahlung winkt. So bietet die ING-DiBa für sechs Monate nach Kontoeröffnung einen Zinssatz von 2,00 % sowie einen Willkommensbonus von 20 Euro an, die Voraussetzung hierfür ist, innerhalb von vier Wochen nach Kontoeröffnung mindestens 5.000 Euro einzuzahlen. Nach Ablauf der ersten sechs Monate ab Kontoeröffnung wird das Guthaben mit 1,25 % verzinst. Es klingt nach zu wenig, es sind aber unter dem Strich 101,86 Euro Gewinn für ein Jahr.

Es sei daran erinnert, dass die Bank of Scotland – mit einem derzeit bei 1,80 % liegenden Zinssatz – jedem Neukunden dauerhaft einen Bonus von 30 Euro gewährt. So lohnt auch hier ein kurzer „Ausflug“ zum Geldparken trotz des aktuell nicht so berauschenden Zinssatzes, den sie für Tagesgeld bietet. Es zahlt sich also vor allem, dass das Tagesgeld jederzeit in voller Höhe verfügbar ist, welches – den maximal 2.000 Euro pro Monat vom Sparbuch gegenüber – ein unschlagbares Argument für das Tagesgeld ist. Wer wiederum sein Gesamtguthaben vom Sparbuch anheben möchte, muss drei Monate warten.

Die berühmte Flexibilität des Tagesgeldes, täglich über das gesamte Guthaben verfügen zu können, steigert am stärksten die Rendite. Hierfür muss der Kontoinhaber nur das sogenannte Zinshopping praktizieren. Und zwar, das beste Angebot jeder Bank voll ausnutzen, zum Beispiel sein Geld nur während der Zeit einer Sonderverzinsung ihr überlassen, um danach zur nächsten Bank, zu wechseln, welches eben als Zinshopping bezeichnet wird. Wer also alle Banken abklappert, die ein Willkommensbonus und eine Sonderverzinsung (so kurzfristig diese auch ist!), der wird auch bei dem heutigen Zinstief Renditen sogar über 3 % Prozent erzielen. Ohne Wenn und Aber.